KiK Züri

 

 

Sonntagsschulverband des Kantons Zürich beschliesst seine Auflösung

An der Generalversammlung im Rahmen der KiK-Kantonaltagung vom 8. April 2018 in Zürich-Wollishofen beschloss der KiK Züri seine Auflösung.

Ein wenig Wehmut lag schon im Saal des Gemeindezentrums am Hauriweg als Präsident Werner Schneebeli die Generalversammlung des KiK Züri eröffnete. Er erklärte für alle noch einmal die Geschichte des nun seit 148 Jahren bestehenden Verbandes, der zuletzt unter dem Namen KiK-Züri agierte, aber laut Statuten aus den 60er Jahren noch immer offiziell den Namen «Sonntagsschulverband des Kantons Zürich» trug. Weil in den letzten Jahren viele Aufgaben des Verbandes durch die Gesamtkirchlichen Dienste der Landeskirche übernommen wurden, erschien dem Vorstand des KiK Züri die Doppelspurigkeit von zwei Organisation mit fast identischen Zielen nicht mehr sinnvoll, zumal die KiK-Kommission, die an den Themenbereich Familienarbeit der Abteilung Kirchenentwicklung angebunden ist, die verbliebenen Aufgaben des Vorstandes übernommen hat. Dies sind im Wesentlichen die Vorbereitung und Durchführung der jährlichen Kantonaltagung und des alle zwei Jahre stattfindenden Kolibritages. Hinzu kommt, dass auch die durch den KiK Züri verbundenen Bezirksverbände kaum noch aktiv sind bzw. ihre Auflösung beschlossen haben.

Deshalb stellte der Vorstand des KiK Züri der GV den Antrag, den Kantonalverband aufzulösen und das verbleibende Restvermögen von ca. Fr. 16‘000.- dem Verband Kind und Kirche (ehemals KiK-Verband bzw. Deutsch-schweizerischer Sonntagsschulverband) zu übergeben. Diesem Antrag folgte die GV mit grossem Mehr bei zwei Enthaltungen.

Würdigung

Ueli Cremer, ehemaliger und langjähriger Präsident des Sonntagsschulverbandes in Zürich, wollte in seiner Würdigung weniger von Abschied und Verlust sprechen, sondern erinnerte die Anwesenden an das Grundanliegen der Sonntagsschulbewegung und ihrer Verbände: Diese waren ja u.a. gegründet worden, um die Aufmerksamkeit der Kirche auf das katechetische bzw. religionspädagogischen Handeln zu lenken, damit die Kinder mit ihren Bedürfnissen ihren Platz in der Kirche bekommen. Insofern sei der heutige Tag mehr eine Stabübergabe, da dieser Zweck mit dem religionspädagogischen Gesamtkonzept der Zürcher Kirche aufgenommen worden sei. So schloss Ueli Cremer seine Würdigung mit den Worten aus Jes 43, 18f: „Denkt nicht an das, was früher war, und was vormals war - kümmert euch nicht darum. Seht, ich schaffe Neues, schon spriesst es, erkennt ihr es nicht?“.

Geschichte

1870 gründeten die Sonntagschulen des Kantons Zürich einen kantonalen Verband, um der 1869 gegründeten schweizerischen Vereinigung der Sonntagschulen beitreten zu können. Seither trifft sich der kantonale Verband jährlich zu einer Tagung. Die schweizerische Vereinigung wurde bald darauf aufgelöst. Sie wurde viele Jahre später vom deutschschweizerischen Sonntagschulverband, heute KiK-Verband, abgelöst, welcher von Beginn an mit der Zeitschrift «Wege zum Kind» die Sonntagschulen unterstützte. In der Blüte der Sonntagschulzeit führte der Sonntagschulverband des Kantons Zürich die Bezirksverbände zusammen, verantwortete mit Tagungen und Kursen die Ausbildung von Sonntagschulmitarbeitenden, erarbeitete Materialien und Hilfsmittel für die Sonntagschulen, organisierte kantonale Sonntagschullager und vernetzte die Bezirke mit dem deutschschweizerischen Sonntagschulverband und dem diakonisch ausgerichteten schweizerischen Sonntagschulverband. Im Dialog mit der reformierten Landeskirche setzte er sich mit Erfolg für die Schaffung einer Fachstelle für das «Fiire mit de Chliine», für die «Kolibris» und für die «Dominogruppen» ein. Diese neuen Namen zeigen, wie der Wandel in Kirche und Gesellschaft auch die Sonntagschullandschaft veränderte. Zu den Sonntagschulmitarbeiterinnen kamen die Katechetinnen und in der Zeit der Einführung der verbindlichen Unterrichtseinheiten in der 2., 3. und 4. Klasse, setzte sich der Sonntagschulverband des Kantons Zürich als KiK Züri für die Wahrnehmung und Förderung des Freiwilligenbereiches ein. Die geschaffene Fachstelle in den gesamtkirchlichen Diensten übernahm mehr und mehr der Aufgaben des KiK Züri insbesondere in der Ausbildung der Mitarbeitenden im Bereich «Kind und Kirche». Mit der etablierten KiK-Kommission im Themenbereich Familienarbeit der Abteilung Kirchenentwicklung sind nun die Grundanliegen und verbliebenden Aufgaben des Verbandes im Kanton Zürich sichergestellt.


KiK Züri, Verband der Mitarbeitenden im Bereich "Kinder in der Kirche"

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Werner Schneebeli
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